FlashArray: Purity 6 - Pure Storage attacks Unified-Storage with native SMB/NFS File Services

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Die Corona-Pandemie machte die Pläne eines erneuten USA-Besuchs auf der diesjährigen Pure Accelerate leider unmöglich. Durch die Pandemie entstandenen Umstände wurden Hersteller gezwungen Ihre Hausmessen digital abzuhalten. Am 10. Juni (wie bereits im Vorjahr) war es nun soweit...das digitale Format der Accelerate - die Pure Accelerate Digital - startete um 17.00 Uhr deutscher Zeit.


Es gelang Pure tatsächlich trotz der "digitalen Distanz" die Besucher-Erlebnis ähnlich wie live vor Ort abzubilden. Es gab neben den Keynote-Sessions wie gewohnt die Breakout-Sessions und die Möglichkeit mit den Experten direkt in Chats zu interagieren und sich auszutauschen.


Ich möchte in diesem Blog kurz die essentiellen Neuerungen / "biggest" Announcements von FlashArray und seinem Betriebssystem aufgreifen. Weitere detaillierte Informationen zu den einzelnen Features und weiteren Neuerungen im Portfolio von Pure Storage folgen in weiteren Beiträgen die nächsten Wochen.


Purity 6 ist offiziell GA.


Neue Features


FlashArray File Services


Mit Purity 6 können Sie nun Block- und File-Workloads auf FlashArray Ihrem Primärspeicher konsolidieren und nativ File-Protokolle wie SMB und NFS nutzen. Somit wird FlashArray nun auch ein funktionsfähiger NAS-Speicher für Benutzer-orientierte Workloads. Ein großer Schritt den Markt der Unified-Speichersysteme anzugreifen...ich persönlich denke ein Feature, welches die "Wettbewerber" weiter beunruhigen wird und die Pure Storage Marktanteile weiter wachsen lässt! Dieser Protokoll-Stack wurde wirklich sehnsüchtig von gerade von europäischen Kunden erwartet.


Eine Vielzahl von Unternehmen betreibt heutzutage virtuelle Windows-Dateiserver oder nutzten aus der Vergangenheit nativen NAS-Speicher auf ihren Speichersystemen. Sie äußerten den Wunsch File-Workloads weiterhin auf Ihrem Pure Storage nativ zu konsolidieren, um so ihre NAS-Dienste von der Storage zu beziehen. Mit Purity 5 war dies nicht möglich - ich führte hier in der Vergangenheit öfter Gespräche über Vor- & Nachteile nativer Storage-Fileservices und man konnte leider nicht jedermann davon überzeugen. Daher freut es mich umso mehr.

Um diesen Wunsch umzusetzen, hat Pure Storage letztes Jahr Compuverde übernommen mit dem klaren Ziel den NAS-Stack nativ in Purity zu integrieren (nicht zu übernehmen!).

Hier ist ganz klar anzumerken, dass eine Integration von Compuverde vorgenommen wurde und kein 1:1 Übertrag des Produkts Compuverde nach Purity. Dieser Schritt war zwingend notwendig, um die bewährten implementierten Funktionen wie u. a. RAID-3D und die globale Deduplizierung auf für diesen Workload-Typ anzuwenden.

Die SMB- und NFS-Protokolle geben die Möglichkeit einer konsolidierten Speicherung sämtlicher Unternehmensdaten in Purity//FA. Purity Files bringt zudem Funktionen wie Directory-Snapshots und eine Überwachung der Performance und des Speichers auf Verzeichnisebene mit sich.


Durch die Integration der beiden File-Protokolle in den bestehenden Purity-Stack profitiert man auch hier von der globalen Deduplizierung und

Komprimierung für File als auch Block in einem einzigen gemeinsamen Speicherpool.


Selbstverständlich erfolgte eine vollständige Integration in das Betriebssystem: es wurden bereits ab dem ersten Release (Purity 6.0) die File Services nativ in die GUI, CLI und die REST API integriert.


Managed Directories


Der Root eines Dateisystems ist bei Purity immer ein Managed Directory. Sie können ab dem ersten (Root) Managed Directory weitere verwaltete Verzeichnisse unmittelbar darunter anlegen.


Purity 6.0 unterstützt vorerst bis zu 500 Managed Directories pro Array.


Für NAS-Clients sieht ein Managed Directory wie jedes andere Verzeichnis aus, aber im Gegensatz zu gewöhnlichen Verzeichnissen können Managed Directories:

- das Verzeichnis in der GUI, der CLI und der REST-API anzeigen.

- die Leistung und den Speicherplatz überwachen (Latenzzeit, Datenreduktion usw.).

- Export- oder Snapshot-Richtlinien anwenden.


Sie können ein gewöhnliches Verzeichnis nicht in ein Managed Directory konvertieren. Daher ist es also umso wichtiger, im Voraus die Struktur des NAS-Filers zu planen, bevor Daten migriert werden.


Beispiel 1:

In diesem Fall ist der Root des Dateisystems das einzige Managed Directory.

Sie können die Performance und Speicher auf dieser und keiner anderen Ebene überwachen und geben den Export des gesamten Dateisystem an die NAS-Clients.

Beispiel 2:

Ein weiteres Beispiel wäre, für jeden Benutzer ein Managed Directory zu erstellen.

Die Home-Verzeichnisse exportieren Sie separat, eventuell mit

verschiedene Exportoptionen oder Berechtigungen. Man könnte auch das vollständige Root-Verzeichnis des Dateisystems exportieren. Sie können so Performance und Speicherplatz für jedes Home-Verzeichnis sowohl als auch für das gesamte Verzeichnis anzeigen lassen.

Beispiel 3:

Das dritte Beispiel (sicherlich das in der Praxis am häufigsten angewandte) ist Managed Directories für verschiedene Zwecke zu erstellen: Abteilungs-, Projekt und Benutzerverzeichnisse.

Unterhalb dieser Managed Directories erstellen Sie dann Ihre gewöhnlichen Verzeichnisse für jeden Benutzer (z.B. /home/jon). Sie können die Home-Verzeichnisse nicht separat freigeben. Stattdessen exportieren Sie /home für alle Benutzer und lassen Datei- und Verzeichnisberechtigungen innerhalb des Dateisystems entscheiden, wer auf was Zugriff erhält. Sie können so die Performance und Speicherverwendung des Root- und seinen darunterliegenden Managed Directories überwachen.


ActiveDR


ActiveDR liefert kontinuierlich aktive Replikation, einen nahe zu Null Wiederherstellungspunkt (RPO) und weitere Optionen einer einfachen Notfallwiederherstellung (DR) mit Purity 6. ActiveDR schützt Ihre Anwendungsdaten georedundant, minimiert Datenverluste und Wiederherstellungszeit bei Ausfällen auf ein Minimum.

Der Fokus von ActiveDR lag bei der Vereinfachung von DR Workflows und Anwendungsdaten kontinuierlich zu schützen. Workflows wie Test-Failover, ungeplante Failover, Resync und Failback können einfach und jederzeit durchgeführt werden. Das Testen von Failover erfordert keine Unterbrechung der Replikation.

Mit ActiveDR können Sie verschiedenste Anwendungen mit einer individuellen Replikations-Strategie schützen.


Die kontinuierliche Replikation mit ActiveDR bietet wesentlich niedrigere RPOs als herkömmliche Array-basierte Replikationen, welche periodische Snapshot-Differenzierung (meist Snapshot-Übertragungen alle > 5/10/15 Minuten) ausführen, um die Daten zu replizieren.

ActiveDR verzeichnet einen eingehenden Write-IO am Source-FlashArray, wendet Datenreduzierung an und repliziert kontinuierlich Daten an das Target-FlashArray, dies liefert einen extrem niedrigen RPO. Ein sehr niedriger RPO bedeutet, dass Sie einen Failover (geplant oder ungeplant) zu einem Disaster Recovery-Standort mit minimalstem Datenverlust durchführen.

Pure entwickelte ActiveDR mit der klaren Priorisierung der Front-End Performance, um sicherzustellen, dass die latenzempfindlichen Anwendungen nicht von der Replikation beeinflusst werden.

Die ActiveDR-Replikation ist asynchron, was bedeutet, es nicht erforderlich, dass das Replikations-Target-Array den Schreibvorgang der Anwendung an die Quelle (der Host) bestätigen (Acknowledge) muss. Dadurch hat ActiveDR keine Auswirkungen auf die Latenz von Anwendungen. Da ActiveDR keine Vorgaben bei der Netzwerklatenz gibt, können Sie Ihre bestehende Netzwerkinfrastrukturen zwischen den Arrays nutzen.


Durch einen Single-Command Failover und intelligentem Failback ist ActiveDR einfach zu implementieren, zu testen und zu verwalten.


ActiveDR Key-Facts

  • Minimalste RPO: kontinuierliche Übertragung von Schreibvorgängen zwischen FlashArrays - ohne Performanceeinfluss auf Applikationen - und dem Vorteil einer nahezu synchronen Replikation.

  • Active-Passive: Erstellung von nicht beschreibbaren/vor-connectierten Volume-Replikaten auf Replikationstarget, um im Fehlerfall den DR-Prozess zusätzlich zu beschleunigen (es wird dann beim Failover Schreibzugriff erteilt).

  • Schneller Failover: mit einem Befehl einen Failover der Volumes durchführen.

  • Kompromisslose Failovertests: Failovertest können jederzeit ohne Unterbrechung der Replikation durchgeführt werden.

  • Keine Beschränkungen: unterstützt die Replikation auf nahezu jede Distanz/Latenz und wirkt sich nicht auf Frontend-Performance aus.

  • Keine Lizenzen: bei Pure Storage zahlen sie keine Lizenzkosten oder einzelne Softwarefeatures. Ein Purity-/Softwareupgrade ist für die Nutzung von ActiveDR ausreichend.

Mit ActiveDR erweitert Pure Storage die Möglichkeiten der Datenhochverfügbarkeit und gibt neben ActiveCluster (synchroner Spiegel-mit transparentem Failover) eine nahezu synchrone Alternative bei großen Georedundanzen. Die verfügbaren Replikations-Optionen mit Purity lassen sich wie folgt darstellen:

CloudSnap nach AWS, Azure Blob ist GA

Weitere Infos - Links


Sämtliche offiziell veröffentlichten Einstellungsmöglichkeiten in der GUI, aber auch CLI können über die "on-board" User Guides der Pure Storage Systeme nachgelesen werden.


Im Purity Hauptmenü hierzu auf "Help" klicken.



Der User Guide ist wie das Hauptmenü gegliedert und kann von Ebene zu Ebene geöffnet werden. Eine Suchfunktion ist auch integriert - hier kann mit Schlagworten gesucht werden.



WEB: Pure Storage (Pure1) Supportportal - Ticketsystem und Unterstützung *(erfordert registrierte FlashSysteme)


TEL: Pure Storage Telefonsupport: GER - (+49) (0)800 7239467; INTERNATIONAL - (+1) 650 7294088


WEB: Pure Storage Community


WEB: Pure Storage OFFICIAL Blog



Der Blog lebt von Fragen, Wünschen und Anregungen...jeder Kommentar ist -lich willkommen. Über Feedback bin ich sehr dankbar.

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