FlashBlade: Purity //FB 3.2 Overview

Aktualisiert: Mai 9

Vor wenigen Wochen wurde neben dem neuen FlashArray Release (6.1) auch eine neue Version des Purity Betriebssystems (OE = Operating Environment) für FlashBlade vorgestellt - Purity //FB 3.2. Es gibt auch hier einige Neuerungen, welche ich in diesem Beitrag kurz vorstelle. Mit dem Release von 3.2 wurden vor allem wesentliche Kern-Funktionalitäten des sogenanntes "UFFO" (Unified Fast File and Object) weiter ausgebaut. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Purity Betriebssysteme ist auch bei FlashBlade zu erkennen.

Im Vergleich zu der gewohnten NFS & S3 Performance, war bis dato ein eher "dürftiger" SMB-Stack in FlashBlade implementiert. Daher war SMB auch ein eher ungesehener Use-Case bei vorherigen FlashBlade Versionen. Geschuldet war dies der Software-Architektur in welcher das SMB-Protokoll "on-top of" NFS betrieben wurde. Nach dem Re-Engineering und einer kompletter Neuentwicklung des SMB-Stacks innerhalb Purity OE gibt es nun den Durchbruch bei der SMB-Performance. Als Primary Use-Cases adressiert man mit Purity //FB 3.2 vorerst hoch performante SMB-Performance für SQL-Backups und Healthcare/PACS. Hoch performant ist an dieser Stelle nicht übertrieben!

Gewohnte FlashBlade Funktionalitäten sind bereits mit Release im neuen SMB-Stack gegeben - die wesentlichen Features:

  • SMB 2.1 für kleine/große Files

  • NFTS-Ordner ACLs

  • Active Directory Kerberos-Anmeldung

  • File-Locking

  • File System Quotas

  • File System Snapshots

  • File System SafeMode

  • Asynchrone File-Replikation

  • File System Rollbacks

  • SMB Symbolische Verlinkung "Symlinks"


Further new Features


Eine kompakte Übersicht liefert das Schaubild des offiziellen Press-Release vom 16. Februar.


Sparse File Support


Mit der Unterstützung von Sparse Files ist es nun möglich, genauste Informationen über den verwendeten Speicherplatz einzelner Dateien zu erhalten. Kurz gesagt im Vergleich zwischen belegten physischen und logischen Blöcken. Dies liefert vor allem Applikationen wie VMware (mit Thin Provisioning) und CommVault (mit Deduplizierung) eine verbesserte Effizienz.


Object Storage Enhancements




Über Policies ist es möglich eine Zugriffskontrolle für einzelne Object-Benutzer einzurichten. Man kann für seinen Object Store bzw. Buckets nun individuell Zugriffs-Richtlinien zuweisen und bestimmen, welche Rechte jeder Benutzer für seine Buckets (Objekte) erlangt.




Beispiele für Rechte einzelner Richtlinien:

  • bucket-list

  • bucket-info

  • bucket-configure

  • bucket-create

  • bucket-delete

  • object-list

  • object-read

  • object-write

  • object-delete

  • version-delete

  • full-access

  • safemode-configure


Granular Real-Time Insights


Flashblade zeigt Echtzeitdaten (IOPS und Bandbreite) für die Einzelnen File System Benutzer an. Diese Informationen kann man über die REST und CLI abrufen. Unterstützt werden die File System Protokolle NFSv3, NFSv4.1, genutzt werden Directory Services, um die numerischen User-IDs in jeweilige Benutzer-/Gruppennamen umzuwandeln. Ein einzelnes Dateisystem kann von mehreren Benutzern genutzt werden, was ein granulares Monitoring im Regelfall nicht zulässt. Dank den Insights ist es FlashBlade-Administratoren möglich, eine Überwachung der Leistung von "Power-Usern" der FlashBlade vorzunehmen.


Neuerungen bei den Systemeinstellungen


Ebenfalls wurde das Menü der Systemeinstellungen (Settings) komplett überarbeitet. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem wie bei Purity //FA 6.1 und ab 5.3.7 ein Alarm integriert, welcher bei Beibehaltung der default-Credentials aktiviert wird.


Integrationen - REST


Abschließend gab es noch Neuerungen für diverse Automatisierungs-Integrationen. Es steht ein Ansible Playbook für FlashBlade zur Verfügung, welches das Management der FlashBlade bei Tätigkeiten wie die Konfiguration von File Systemen, Buckets, Replikation, Host-Mountvorgängen durchführt.

Es ist nun auch über die Python SDK und REST API 2.x möglich OAuth 2.0 als Authentifizierungsmethode zu nutzen.


Weitere Infos - Links


Sämtliche offiziell veröffentlichten Einstellungsmöglichkeiten in der GUI, aber auch CLI können über die "on-board" User Guides der Pure Storage Systeme nachgelesen werden.

Im Purity Hauptmenü hierzu auf "Help" klicken.

Der User Guide ist wie das Hauptmenü gegliedert und kann von Ebene zu Ebene geöffnet werden. Eine Suchfunktion ist auch integriert - hier kann mit Schlagworten gesucht werden.

WEB: Pure Storage (Pure1) Supportportal - Ticketsystem und Unterstützung *(erfordert registrierte FlashSysteme)

TEL: Pure Storage Telefonsupport: GER - (+49) (0)800 7239467; INTERNATIONAL - (+1) 650 7294088

WEB: Pure Storage Community

WEB: Pure Storage OFFICIAL Blog

Der Blog lebt von Fragen, Wünschen und Anregungen...jeder Kommentar ist -lich willkommen. Über Feedback bin ich sehr dankbar.

105 Ansichten0 Kommentare