Pure1 VM Topology: Pure Storage VM Collector OVA Setup - deep VMware storage analyzes and monitoring

Aktualisiert: Jan 24

Storageanalysen oder auch -troubleshooting sind nicht zwangsläufig komplex und zeitintensiv. Mit Pure1 und einer Appliance "VM Collector" werden Analysen über die Storageebene hinaus bis tief in die Hypervisorschicht möglich. Identifizieren sie Bottlenecks im Storage, SAN oder Hypervisor innerhalb weniger Minuten.

Mit VM Analytics werden IO-Pfade von VMs bis zum FlashArray visuell dargestellt. Heißt der gesamte Weg von: Disk (vDisk), VM, Host, Datastore, Storage Volume bis hin zum Array. Pure Storage gelingt es mit "VM Analytics" konsolidiertes Storage- und Hypervisormonitoring* (nur Diskmonitoring) ohne ein 3rd-party Monitoringtool durchzuführen. Innerhalb VM Topology kann man zum Beispiel nach Metriken wie IOPS, Bandwith und Latenzen filtern.


Systemvoraussetzungen


Um VM Analytics zu betreiben, müssen einige wenige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • der Hypervisor muss von VMware und mindestens ein vCenter 6.5 oder neuer sein

  • der VM Collector muss mit dem vCenter kommunizieren können (IP-Verbindung)

  • es wird ein Serviceaccount mit "read-only Rechten" (ausreichend) benötigt

  • Phonehome muss aktiviert sein (Port 443/HTTPS TCP ausgehend) nach 52.40.225.224/27 und *.cloud-support.purestorage.com

Es ist möglich den VM Collector in zwei Varianten zu deployen:


Variante 1: OVA-Collector (dieser Beitrag)

Es wird eine VMware OVA in der virtuellen Umgebung deployed. Diese benötigt überschaubare Ressourcen: 2vCPUs, 2GB RAM und eine vDisk mit 40GB (auch thin möglich: nach der Installation werden ca. 3GB direkt genutzt). Diese Ressourcen werden automatisch beim OVA Import zugeteilt. Zudem empfiehlt es sich erfahrungsgemäß den VM Collector in eine Portgruppe zu packen, welche direkten Zugriff auf das Managementnetz der FlashArrays hat. VM Analytics als OVA basiert auf einem Ubuntu Linux (64-bit) Betriebssystem.


Variante 2: On-Array Collector in Purity Run

Man hat auch die Wahl den VM Collector im KVM-Stack der Controller zu betreiben. Hierzu müsste Purity auf dem Softwarestand von mindestens 4.10.X, 5.1.0 sein. Die benötigten Ressourcen sind ebenfalls minimal und beeinträchtigen die Systemperformance keinesfalls. Purity Run ist seit 5.2.X bereits im Standard aktiv und verbraucht somit keine zusätzlichen Ressourcen. Jedoch gibt es Kunden, welche sich keinen zusätzlichen Load auf Storage halten wollen. Das Deployment des On-Array Collector ohne den Pure Storage Support ist nicht möglich! Hierzu müsste ein Ticket eröffnet werden und der Mitarbeiter würde dies für Ihr System einrichten.


Der Collector macht im Standard alle 10 Minuten (600 Sekunden) Systemabfragen auf das vCenter. Man schätzt den Load, welcher hierbei auf dem vCenter entsteht auf unter 5% (on top CPU). Der kleinstmögliche Wert für die Systemabfragen liegt bei 5 Minuten (300 Sekunden).


Allgemein


Der VM Collector basiert auf einem Docker Container. Es ist möglich bei mehreren vCenters - innerhalb eines Netzes - einen einzigen Collector zu deployen.

INFO: mit dem Release von VM Collector OVA ist die alte Version unter dem Namen von "Off-Array Collector" nicht mehr länger für Neuinstallationen verfügbar.


Es gibt auch eine Migrationsmöglichkeit von Off-Array Collector nach OVA und der Mitnahme der bereits vorhandenen Konfiguration. Hierzu müssen sich die beiden Collectoren (alt-neu) über eine IP-Verbindung erreichen können.

Konfiguration


Den aktuellsten OVA Collector kann man über das Pure1 Portal unter Anaytics > VM Topology > "Zahnrad" > "Download OVA Collector v2.0.0" downloaden. Insofern das vCenter einen vorbereiteten Internet-Breakout hat und auf https-Seiten zugreifen kann, kann man auch nur den Download-Link kopieren und hiermit die OVF deployen - wer OVF-Vorlagen kennt, weiß es handelt sich um ein next-next-finish Setup mit vereinzelt-wenigen Eingaben:

Den Downloadlink zur OVA kann man einfach im Setup per copy-paste einfügen (siehe obige Voraussetzungen).

In den weiteren Schritten muss ein Name für die VM, ein Datastore, der Authorisierungsschlüssel und Netzwerkinformationen vergeben werden.





Den "Authorisation Key" kann man mit "Create Collector" erstellen. Der Name stellt lediglich einen Alias dar, jedoch empfehle ich wie immer diesen eindeutig zu halten. Es empfiehlt sich ein Muster wie: "vCenterName-Collector-ArrayNames".



Nach dem erfolgreichen Deployment und booten der Appliance kann man über die VMware-Remotekonsole oder SSH letzte Konfigurationen vornehmen. Noch muss das Standardpasswort geändert und die vCenter Instanz vorgegeben werden.

Der Standardbenutzer ist wie gewohnt:

Benutzer: pureuser

Passwort: pureuser

Das Passwort muss beim Initiallogin geändert werden!


Nach erfolgreicher Änderung der Zugangsdaten ist es empfehlenswert die Phonehome Verbindung über: purevmanalytics test pinghome zu testen.

Sollte es hier widererwartend zu Problemen kommen, sollte man Prüfen ob noch entsprechende Proxyeinstellungen gesetzt werden müssen. Dies kann man bei Bedarf über: purevmanalytics setattr --proxy {HTTP/HTTPS://IP-FQDN:PORT}.

Nun muss noch die Verbindung zum vCenter hergestellt werden. Dies erfolgt mit dem vorbereiteten Serviceaccount über: purevmanalytics connect --hostname FQDN-/IP-Adresse-vCenter --username user@domain.

Die Passworteingabeaufforderung erscheint nach absetzen des Kommandos - ENTER.

Letzteres ist die einwandfreie vCenter-Anbindung über: purevmanalytics list bzw. zu testen.

Nach der Einrichtung wird man feststellen: in Pure1 VM Topology sind nicht direkt Daten vorhanden. Der Collector muss nach dem Initialsetup erst mal Daten sammeln und verarbeiten. Es werden nach dem Setup zum ersten Mal Daten nach 3 Stunden sichtbar.


Pure1: VM Topology - erste Auswertungen


In VM Topology kann man auf verschiedenste Ebenen filtern und einzelne Komponenten herunterbrechen. Man kann die Grobfilterung wie gewohnt nach der VMware vCenterstruktur auf Datacenter oder Cluster vornehmen. Anschließend auf den jeweils einzelnen Layern: Array, Datastore, Host, ...

Es ist schwierig in einer Testumgebung sinnige Usecases zu finden. Im nachfolgenden Beispiel wollte ich sehen, was vDisk1 auf der VM "Poc-Test-Perf" für eine Latenz auf dem jeweiligen Zielsystem hat. Hier können Anfragen wie z. B.: Die Storage ist zu langsam, meine Datenbank ist träge! bearbeitet werden.

Die zu filternden Metriken beschränken sich nicht nur auf die Latenz. Es können alle traditionell-relevanten Metriken für Storage ausgewählt werden.


Weitere Infos - Links


Sämtliche offiziell veröffentlichten Einstellungsmöglichkeiten in der GUI, aber auch CLI können über die "on-board" User Guides der Pure Storage Systeme nachgelesen werden.


Im Purity Hauptmenü hierzu auf "Help" klicken.



Der User Guide ist wie das Hauptmenü gegliedert und kann von Ebene zu Ebene geöffnet werden. Eine Suchfunktion ist auch integriert - hier kann mit Schlagworten gesucht werden.



WEB: Pure Storage (Pure1) Supportportal - Ticketsystem und Unterstützung *(erfordert registrierte FlashSysteme)


TEL: Pure Storage Telefonsupport: GER - (+49) (0)800 7239467; INTERNATIONAL - (+1) 650 7294088


WEB: Pure Storage Community


WEB: Pure Storage OFFICIAL Blog



Der Blog lebt von Fragen, Wünschen und Anregungen...jeder Kommentar ist -lich willkommen. Über Feedback bin ich sehr dankbar.

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